Kassenwahlrecht

Ihr Recht, die Kasse zu wählen

  • Pflicht- und freiwillig Versicherte sind in Bezug auf das Kassenwahlrecht gleichgestellt.
  • Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte sind an die Wahl der Krankenkasse mindestens 18 Monate gebunden (Bindungsfrist).
  • Die Kündigung ist grundsätzlich immer zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich und muss von der Krankenkasse innerhalb von 14 Tagen bestätigt werden.
  • Ein Arbeitgeberwechsel begründet ein neues Kassenwahlrecht, wenn die Bindefrist an die bisherige Krankenkasse von 18 Monaten erfüllt ist. Der Kassenwechsel ist dann sofort möglich und bei Ihrer bisherigen Krankenkasse ist keine Kündigung erforderlich.
  • Die Bindungsfrist ist ein Zeitraum von 18 zusammenhängenden Monaten und berechnet sich von dem Zeitpunkt an, ab dem die Mitgliedschaft beginnt. Ein Statuswechsel* darf in diesen 18 Monaten nicht vorliegen.
  • Wenn eine Kasse ihren Beitragssatz erhöht, gilt ein Sonderkündigungsrecht. Die Einhaltung der 18-monatigen Bindungsfrist gilt in diesem Falle nicht. Die Kündigungsfrist ist einzuhalten.
  • Liegt zwischen zwei versicherungspflichtigen Mitgliedschaften eine Lücke von mindestens einem Tag vor ist keine Kündigung bei Ihrer bisherigen Krankenkasse notwendig. Die Einhaltung der 18-monatigen Bindungsfrist gilt in diesem Falle nicht. Der Kassenwechsel ist dann sofort möglich.

* Ein Statuswechsel liegt z.B. vor bei einem Arbeitgeberwechsel oder auch bei der Beendigung von Leistungen der Agentur für Arbeit und der direkt darauf folgenden Aufnahme einer Beschäftigung. Ein Statuswechsel liegt nicht vor, wenn ein Wechsel zwischen zwei freiwilligen Mitgliedschaften erfolgt, innerhalb eines bestehenden Beschäftigungsverhältnisses eine Änderung im Arbeitsvertrag vorgenommen wird oder ein Auszubildender im Anschluss weiterbeschäftigt wird. Auch ein Beitragsgruppenwechsel, ein Wechsel des Entgeltabrechnungssystems oder ein Wechsel der Betriebsstätte begründen keinen Kassenwechsel.